Digitaler Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik

Bewährte Wirkstoffe: Fundament der Arzneimittelversorgung in Gefahr?

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Grundversorgung und neue Therapien – Lehren aus der Pandemie

Arzneimittel mit bewährten Wirkstoffen: Auf sie entfallen fast 95 Prozent der Verordnungen und etwa 50 Prozent der Umsätze mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Sie sind in aller Regel preiswert, fast immer ohne Patentschutz und sichern die Grundversorgung in Deutschland. Trotzdem stehen sie meist im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung und fachlichen Diskussion. Zu Unrecht?

Bekannte Wirkstoffe waren schon oft Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieoptionen. Zwei Beispiele: AZT (Azidothymidin), ursprünglich entwickelt gegen Krebs, war der Einstieg in die erfolgreiche Therapie von HIV; Acetylsalicylsäure wird nicht nur gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt, sondern erwies sich in anderer Dosierung auch als Mittel zur Gerinnungsregulierung des Bluts.

Für bewährte Wirkstoffe in zugelassenen Arzneimitteln gibt es sowohl lange Anwendungserfahrungen als auch etablierte Herstellungsverfahren - und damit die Grundlage für eine schnelle Entwicklung neuer Therapieoptionen und Medikamente. Auch in der Corona-Krise sind sie – wie etwa Dexamethason – ein Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Therapieoptionen. In den letzten Jahrzehnten hat sich zudem die Herstellung bewährter Wirkstoffe stark aus Europa heraus verlagert – ein kritischer Umstand, den die Corona-Krise erneut offenbart: Die Arzneimittelversorgung hängt stark von Lieferungen vor allem aus Asien ab. Und so sind von Lieferengpässen auch versorgungsrelevante Arzneimittel mit bewährten Wirkstoffen betroffen.

Der Digitale Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik findet am 19. Januar 2021 zwischen 15:00 und 16:30 Uhr statt.

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Unter der Moderation von Prof. Dr. med. Achim Jockwig diskutieren:

Prof. Dr. Theodor DingermannProf. Dr. Theodor Dingermann
Pharmazeut, Seniorprofessor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Bewährte Wirkstoffe: Ein Grundlage für Arzneimittelversorgung und neue Therapieoptionen.


Karin Maag
MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Arzneimittel mit bewährten Wirkstoffen: Sieht die Gesundheitspolitik Handlungsbedarf für Forschung und Versorgung?


Martin Litsch
Vorstandsvorsitzender AOK-Bundesverband

Qualitativ hochwertige sichere Versorgung und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch.


Dr. Norbert Gerbsch
Leitung Innovation & Healthcare Management, G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG

Wie können bewährte Wirkstoffe besser für neue Therapieoptionen genutzt und Lieferengpässe vermieden werden?


Dr. med. Achim JockwigProf. Dr. Achim Jockwig (Moderator)
Chairman des Eppendorfer Dialogs, Professor an der Hochschule Fresenius, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg

Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen

Aufgrund der Corona-Pandemie leben wir in einer außergewöhnlichen Zeit. Es gilt, die Infektionsrisiken so weit wie möglich zu minimieren. Auch der „Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik“ hat sich darauf eingestellt – ohne dabei außer Acht zu lassen, dass die gesundheitspolitische Diskussion gerade jetzt wichtig ist. Es geht also weiter.

Sie sind eingeladen, am 19. Januar 2021 am Digitalen Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik teilzunehmen.

Es wird lebhaft, denn auch digital bringt der Eppendorfer Dialog die Referenten miteinander ins Gespräch. Und Sie können Ihre Fragen platzieren. Denn dieser Dialog findet als hybrides Event mit Live-gestreamter Diskussion statt. Das bedeutet: Experten und der Moderator befinden sich in einem Studio, andere werden hinzugeschaltet, alle debattieren miteinander. Sie verfolgen das Geschehen per Livestream und können sich über einen Livechat in die Diskussion einbringen.

Der Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik lädt in diesem Jahr zum ersten Mal in Kooperation mit dem Verlag Der Tagesspiegel ein. Die Digital-Konferenz wird live aus dem Verlagshaus am Askanischen Platz moderiert.

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Flyer zur Veranstaltung (PDF)